Wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat Jens Mit­tel­bach

Jens Mit­tel­bach ist Heil­prak­ti­ker in Deutsch­land, Drs. med. (Univ. Shan­dong), Mas­ter of Me­di­ci­ne (Univ.Guangxi), Wis­sen­schaft­ler, Chi­ne­si­scher Arzt für TCM in der VR Chi­na.

Seit vie­len Jah­ren prak­ti­ziert er al­ter­na­ti­ve Heil­me­tho­den und kann da­bei auf sein fun­dier­tes Wis­sen zu­rück­grei­fen. Sei­ne Tä­tig­keits­schwer­punk­te sind sehr um­fang­reich und rei­chen von der TCM über un­ter­schied­li­che Schmerz­the­ra­pi­en bis hin zur Be­hand­lung von Er­schöp­fungs­krank­hei­ten.

Down­load Pdf:  Jens Mit­tel­bach, Heil­prak­ti­ker und wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat über die po­si­ti­ven Wir­kun­gen se­kun­dä­rer Pflan­zen­stof­fe und ei­nen Baum mit Zu­kunft, die Lär­che – »ALTES WISSEN WIEDER ENTDECKEN«

Kurz­bio­gra­fie Jens Mit­tel­bach
  • Me­di­zi­ni­sches Hoch­schul­stu­di­um an der Nanning/Guangxi Eli­te­uni­ver­si­tät VR Chi­na,
  • Mas­ter­stu­di­um zur Er­lan­gung des aka­de­mi­schen Mas­ter­gra­des „Mas­ter of Me­di­ci­ne“,
  • Dok­to­rats­stu­di­um zum Dr. of Me­di­ci­ne an der staat­lich me­di­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Shan­dong Volks­re­pu­blik Chi­na,
  • Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter der me­di­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Shan­dong, VR Chi­na,
  • In 2015 Ho­no­rardo­zent mit Lehr­auf­trag an der Hoch­schu­le Mitt­wei­da und an der F0RTIS‐Akademie,
  • Ne­ben sei­ner wis­sen­schaft­li­chen und prak­ti­schen Tä­tig­keit zum Wohl der Pa­ti­en­ten setzt sich Doz. Drs. med. (Univ. Shan­dong) Jens Mit­tel­bach M. Med. Mas­ter of Me­di­ci­ne (Univ. Guan­gxi) als wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat ein.
  • Er prak­ti­ziert im Na­tur­heil­zen­trum Dö­beln – Zen­trum für Tra­di­tio­nel­le Chi­ne­si­sche Me­di­zin (TCM) und al­ter­na­ti­ve Na­tur­heil­ver­fah­ren  in  04720 Dö­beln  in der  Bahn­hof­str. 11   | Te­le­fon: (03431) 60 60 81.

In­ter­view: Dr. Ralph Mü­cke

PD Dr. Ralph Mü­cke war Lei­ten­der Arzt und Strah­len­the­ra­peut am Kli­ni­kum Lip­pe und ist heu­te Chef­arzt der Strah­len­the­ra­pie Rhein­Main­Na­he im Stand­ort Bad Kreuz­nach.

Hier spricht er über kom­ple­men­tä­re An­sät­ze mit se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen bei der Krebs­prä­ven­ti­on und Nach­sor­ge. Er be­leuch­tet die Fla­vo­noi­de in Phar­ma­qua­li­tät und ins­be­son­de­re den Lär­chen­ex­trakt Ta­xi­fo­lin.

Kurz­bio­gra­fie Dr. Ralph Mü­cke
Lei­ten­der Arzt und Strah­len­the­ra­peut
  • 2013 Ha­bi­li­ta­ti­on – Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie und Ra­dioon­ko­lo­gie der Ruhr Uni­ver­si­tät Bo­chum
  • Seit 1999 Fach­arzt für Strah­len­the­ra­pie
  • 2000–2003 Fach‐ und Ober­arzt in der Ab­tei­lung für Strah­len­the­ra­pie am Kli­ni­kum Wei­den
  • 2003–2009 Fach­arzt in der RNS‐Gemeinschaftspraxis am St. Jo­sefs Hos­pi­tal in Wies­ba­den
  • 2009–2016 Lei­ten­der Arzt der Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie am Kli­ni­kum Lip­pe GmbH
  • 2016 Ge­sell­schaf­ter der Strah­len­the­ra­pie Rhein­Main­Na­he mit Dr. med. Ute Metz­mann und Dr. med. Ga­brie­le Lochhas
 

Ak­tu­el­le For­schungs­er­geb­nis­se

Stu­di­en, deutsch­spra­chi­ge Zu­sam­men­fas­sun­gen
Stu­die 1 (Herz‐Kreislauf):
»Kar­dio­vas­ku­lä­re Wir­kun­gen von Fla­vo­noi­den wer­den nicht nur durch di­rek­te an­ti­oxi­da­ti­ve Ak­ti­vi­tät ver­ur­sacht.«

Zu­sam­men­fas­sung

So­wohl epi­de­mio­lo­gi­sche als auch die meis­ten In‐vivo‐Studien deu­ten dar­auf hin, dass Fla­vo­noi­de ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf ver­schie­de­ne kar­dio­vas­ku­lä­re Er­kran­kun­gen ha­ben. Tra­di­tio­nell wur­den die­se Ef­fek­te nur ih­rer an­ti­oxi­da­ti­ven Ak­ti­vi­tät zu­ge­schrie­ben, die aus­führ­lich un­ter­sucht wur­de. Ab­ge­se­hen von den di­rek­ten an­ti­oxi­da­ti­ven Ei­gen­schaf­ten, zu de­nen die Ak­ti­vi­tät der re­ak­ti­ven Sauer­stoff­spe­zi­es und die vor­über­ge­hen­de Me­tall­chela­ti­on ge­hö­ren, be­rich­tet die­se Re­zen­si­on über vie­le an­de­re Ef­fek­te, die in phar­ma­ko­lo­gisch er­reich­ba­ren Kon­zen­tra­tio­nen auch für ih­ren po­si­ti­ven kar­dio­vas­ku­lä­ren Ein­fluss ver­ant­wort­lich sein kön­nen. Dazu ge­hö­ren die di­rek­te Hem­mung ei­ni­ger ra­di­kal­bil­den­der En­zy­me (Xan­thi­noxi­da­se, NADPH‐Oxidase und Li­po­xy­ge­na­sen), ver­min­der­te Plätt­chen­ag­gre­ga­ti­on und Leu­ko­zy­tenad­hä­si­on so­wie ge­fäß­er­wei­tern­de Ei­gen­schaf­ten. Für jede der oben ge­nann­ten Wir­kun­gen sind ver­schie­de­ne struk­tu­rel­le Merk­ma­le not­wen­dig.

Kurz ge­sagt, ein Catechol‐B‐Ring für die Bin­dungs­ak­ti­vi­tät wird be­nö­tigt; Hy­dro­xyl­grup­pen in ei­ner ortho‐Position, die 3‐Hydroxy‐4‐Ketogruppe oder die 5‐Hydroxy‐4‐Ketogruppe er­mög­li­chen eine Ei­sen­chela­ti­on; die ebe­ne An­pas­sung mit der 4‐Ketogruppe und der 2,3-Doppelbindung ist es­sen­ti­ell für die Hem­mung der Leu­ko­zy­tenad­hä­si­on und die Plätt­chen­ag­gre­ga­ti­on; die spe­zi­fi­sche Hydroxy‐Methoxy Ortho‐Anpassungen in Ring B ist für die Hem­mung der NADPH‐Oxidase not­wen­dig; und die 4‐Ketogruppe ist eine Vor­aus­set­zung für die ge­fäß­er­wei­tern­de Wir­kung.

Die­se Über­prü­fung zeigt, dass po­si­ti­ve kar­dio­vas­ku­lä­re Ef­fek­te von Fla­vo­noi­den er­reicht wer­den durch ver­schie­den­ar­ti­ge Fla­vo­noi­de über die In­ter­ak­ti­on mit un­ter­schied­li­chen Zie­len.

Au­toren: Pře­mysl Mla­děn­ka, Li­buše Zat­lou­kal­o­vá, Tomáš Fi­lips­ký, Ra­domír Hr­di­na

De­part­ment of Phar­ma­co­lo­gy and To­xi­co­lo­gy, Fa­cul­ty of Phar­ma­cy, Charles Uni­ver­si­ty in Pra­gue,
Hey­rovs­ke­ho 1203, 50005 Hr­a­dec Král­o­vé, Czech Re­pu­blic
(Free Ra­dic Biol Med. 2010 Sep 15;49(6):963–75.)

Quel­le => »Car­dio­vascu­lar ef­fec­ts of fla­vo­noids are not cau­sed only by di­rect an­ti­oxi­dant ac­tivi­ty.«

Stu­die 2 (Krebs­er­kran­kun­gen):
»Wachs­tums­hem­men­de und an­ti­oxi­da­ti­ve Ak­ti­vi­tät von neu­en Dihydroquercetin‐Derivaten«

Zu­sam­men­fas­sung

Die Wir­kung von neun neu­en De­ri­va­ten von Di­hy­dro­quer­ce­tin (Ta­xi­fo­lin) auf die Le­bens­fä­hig­keit von ge­züch­te­ten Normal‐ und Tu­mor­zel­len, ihre an­ti­oxi­da­ti­ve Ak­ti­vi­tät und die Ver­bin­dung der an­ti­oxi­da­ti­ven Ak­ti­vi­tät mit der che­mi­schen Struk­tur wur­den un­ter­sucht. Un­ter die­sen Dihydroquercetin‐Derivaten zeig­ten KN‐2KN‐4KN‐7 und KN‐8‐Verbindungen die ma­xi­ma­le wachs­tums­hem­men­de Ak­ti­vi­tät im Ratten‐Fibroblasten‐Zellkulturen‐Modell, wäh­rend KN‐7 und KN‐8‐Verbindungen eben­falls eine ma­xi­ma­le Ak­ti­vi­tät im Mo­dell mit MCF‐7‐Tumorzellkultur (mensch­li­cher Brust­krebs) auf­wie­sen. Die ma­xi­ma­le all­ge­mei­ne an­ti­oxi­da­ti­ve Ak­ti­vi­tät wur­de für das na­ti­ve Di­hy­dro­quer­ce­tin und die KN‐8‐Verbindung be­ob­ach­tet. Es be­steht eine star­ke Kor­re­la­ti­on (mit ei­nem Kor­re­la­ti­ons­ko­ef­fi­zi­en­ten von 0,93) zwi­schen den wachs­tums­hem­men­den Wir­kun­gen von Dihydroquercetin‐Derivaten auf Maus­haut­fibro­blas­ten und MCF‐7‐Zellen (mensch­li­cher Brust­krebs).

Au­toren: Ro­govs­kiĭ VS, Ma­ti­us­hin AI, Shi­ma­novs­kiĭ NL, Se­meĭ­kin AV, Kuk­har­e­va TS, Ko­ro­teev AM, Ko­ro­teev MP, Nifant’ev EE.  

(Eksp Klin Far­ma­kol. 2010 Sep;73(9):39–42. Rus­si­an.)

Quel­le => »An­ti­pro­li­fe­ra­ti­ve and an­ti­oxi­dant ac­tivi­ty of new di­hy­dro­quer­ce­tin de­ri­va­ti­ves.«

Stu­die 3 (Haut/Neurodermitis):
»Wir­kung von Ta­xi­fo­lin Gly­ko­sid auf Neu­ro­der­mi­tis­ähn­li­che Haut­er­kran­kun­gen bei NC/Nga‐Mäusen«

Zu­sam­men­fas­sung

Er­höh­te Spie­gel von Eo­si­no­phi­len, IgE, IL‐4, 5 und 13 und pro­in­flamma­to­ri­schen Fak­to­ren (COX‐2, iNOS) wer­den bei Pa­ti­en­ten mit at­o­pi­scher Der­ma­ti­tis (AD – auch Neu­ro­der­mi­tis) be­ob­ach­tet. Ta­xi­fo­lin 3‐O‐beta‐D‐Glucopyranosid aus den Wur­zeln von Rho­do­den­dron mu­cro­nu­la­tum (RM) wur­de un­ter­sucht, um zu be­stim­men, ob sei­ne im­mun­mo­du­la­to­ri­sche Wir­kung zur Be­hand­lung von Neu­ro­der­mi­tis an­wend­bar war. Ins­ge­samt wur­den 7 Grup­pen von NC/Nga‐Mäusen mit Neu­ro­der­mi­tis für 4 Wo­chen durch to­pi­sche (äu­ßer­li­che) An­wen­dung oder in­tra­pe­ri­to­nea­le In­jek­ti­on (un­ter das Bauch­fell ge­spritzt) von Ta­xi­fo­lin be­han­delt. Die nach­fol­gen­den Aus­wer­tun­gen wur­den durch­ge­führt, um die Ver­än­de­run­gen in den kli­ni­schen Be­ob­ach­tun­gen, Eo­si­no­phi­len­zah­len (In­di­ka­tor der Kno­chen­marks­pro­duk­ti­on bzw. des Be­darfs und Ver­brauchs wei­ßer Blut­kör­per­chen) und Kon­zen­tra­tio­nen von IgE, Zy­to­ki­nen, COX‐2 und iNOS zu be­wer­ten.

In der kli­ni­schen Be­ob­ach­tung, wäh­rend der ex­pe­ri­men­tel­len Pe­ri­ode wur­de durch Be­hand­lung mit Ta­xi­fo­lin der Schwe­re­grad der – durch Neu­ro­der­mi­tis in­du­zier­ten – Schä­di­gun­gen bei NC/Nga‐Mäusen si­gni­fi­kant re­du­ziert. Eo­si­no­phi­lie und IgE‐Spiegel ver­rin­ger­ten sich nach Be­hand­lung der Tie­re mit Ta­xi­fo­lin. Ta­xi­fo­lin kann da­her mit ei­ner Ver­bes­se­rung von mit Eo­si­no­phi­len in Zu­sam­men­hang ste­hen­den all­er­gi­schen Er­kran­kun­gen in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den. Die Aus­schüt­tung von Zy­to­ki­nen (IL‐4, 5 und 13) wur­de in der mit Ta­xi­fo­lin be­han­del­ten Grup­pe si­gni­fi­kant ge­hemmt, was nahe legt, dass Ta­xi­fo­lin eine im­mun­re­gu­la­to­ri­sche Rol­le spie­len könn­te, die mit Neu­ro­der­mi­tis as­so­zi­iert ist.  …

Die­se Be­fun­de le­gen nahe, dass Ta­xi­fo­lin zur Be­hand­lung von Neu­ro­der­mi­tis wirk­sam ist, in­dem es die Pro­duk­ti­on von in­flamma­to­ri­schen Zy­to­ki­nen (ent­zünd­li­chen Pro­te­inen) ver­hin­dert und Ent­zün­dun­gen der Haut re­du­ziert.

Au­toren: Ahn JY, Choi SE, Je­ong MS, Park KH, Moon NJ, Joo SS, Lee CS, Choi YW, Li K, Lee MK, Lee MW, Seo SJ.

  • Col­le­ge of Me­di­ci­ne / Col­le­ge of Phar­ma­cy, Chung‐Ang Uni­ver­si­ty, Seo­ul 156–756, South Ko­rea
  • Re­se­arch In­sti­tu­te of Ve­te­ri­na­ry Me­di­ci­ne, Chung­buk Na­tio­nal Uni­ver­si­ty, 361–763, South Ko­rea
  • Phy­to­ther Res. 2010 Jul;24(7):1071–7

Quel­le => »Ef­fect of ta­xi­fo­lin gly­co­si­de on at­o­pic dermatitis‐like skin le­si­ons in NC/Nga mice.«

Stu­die 4 (Antibakteriell/MRSA):
»An­ti­bak­te­ri­el­le Syn­er­gie ei­nes Flavanonol‐Rhamnosids mit An­ti­bio­ti­ka ge­gen kli­nisch iso­lier­te Methicillin‐resistente Sta­phy­lo­coc­cus au­re­us (MRSA).«

Zu­sam­men­fas­sung

Die in vi­tro an­ti­bak­te­ri­el­le Ak­ti­vi­tät von Taxifolin‐7‐O‐α‐L‐rhamnopyranosid (TR) und sei­ne Syn­er­gie mit vier her­kömm­li­chen An­ti­bio­ti­ka (Am­pi­cil­lin (AMP), Le­vo­flo­xa­cin (LEV), Cef­ta­zi­dim (CAZ) und Azi­thro­my­cin (AZM)) ge­gen zehn kli­ni­sche Iso­la­te von Methicillin‐resistenten Sta­phy­lo­coc­cus au­re­us (MRSA) wur­den je­weils be­wer­tet. In­di­vi­du­el­le MICs und MBCs wur­den durch Mi­kro­di­lu­ti­ons­me­tho­den ge­mäß den CLSI‐Richtlinien be­stimmt. Anti‐MRSA‐Synergieeffekte wur­den un­ter Ver­wen­dung des Schachbrett‐ und Zeit‐Abtötungs‐Kurventests ge­mes­sen. Die MHK / MBC (μg / ml) -Be­rei­che be­tru­gen 32–64 / 64–128 für TR al­lein ge­gen­über al­len 10 MRSA‐Isolaten. Die Schach­brett­me­tho­de zeig­te, dass si­gni­fi­kan­te Syn­er­gi­en für die TR / CAZ‐ und TR / LEV‐Kombinationen mit FICI im Be­reich von 0,187−0,375 bzw. 0,25−0,5 be­ob­ach­tet wur­den. Ei­ni­ge Synergie‐ und Ad­di­ti­vi­täts­ef­fek­te wur­den auch für TR / AMP‐ und TR / AZM‐Kombinationen be­ob­ach­tet. Im dy­na­mi­schen Zeit‐Abtötungs‐Bestätigungstest wur­den Syn­er­gie­er­geb­nis­se durch die TR/CAZ‐Kombination (2,186 log & sub1; & sub0; cfu / ml Er­hö­hung der Ab­tö­tung) bei­be­hal­ten, aber die TR/LEV‐Kombination än­der­te sich in Ad­di­ti­vi­tät (1,839 log & sub1; & sub0; cfu / ml Er­hö­hung der Ab­tö­tung).

Die­se Er­geb­nis­se zeig­ten, dass Ta­xi­fo­lin die Wirk­sam­keit der An­ti­bio­ti­ka der drit­ten Ge­nera­ti­on Cef­ta­zi­dim und Le­vo­flo­xa­cin in vi­tro ver­bes­ser­te, was Po­ten­zi­al für eine Kom­bi­na­ti­ons­the­ra­pie bei mit MRSA in­fi­zier­ten Pa­ti­en­ten hät­te.

Au­toren: An J1, Zuo GY, Hao XY, Wang GC, Li ZS. (Phy­to­me­di­ci­ne. 2011 Aug 15;18(11):990–3.)

  • Re­se­arch Cen­ter for Na­tu­ral Me­di­ci­nes, Kun­ming Ge­ne­ral Hos­pi­tal, PLA, 212 Da Guan Road, 650032 Kun­ming, Chi­na
  • School of Phar­ma­cy, Gui­yang Me­di­cal Uni­ver­si­ty, Gui­yang 550004, Guiz­hou, Chi­na
  • Kun­ming In­sti­tu­te of Vi­ro­lo­gy, PLA, Chi­na

Quel­le => »An­ti­bac­te­ri­al and syn­er­gy of a fla­va­no­nol rham­no­si­de with an­ti­bio­tics against cli­ni­cal iso­la­tes of methicillin‐resistant Sta­phy­lo­coc­cus au­re­us (MRSA).«

Stu­die 5 (Darm­krebs):
»Fla­va­no­ne hem­men die Tei­lungs­fä­hig­keit von HCT116 Darm­krebs­zel­len.«

Zu­sam­men­fas­sung

Es wur­de ge­zeigt, dass Na­r­in­ge­nin ver­schie­de­ne bio­lo­gi­sche Wir­kun­gen wie an­ti­oxi­da­ti­ve, an­ti­kan­ze­ro­ge­ne, ent­zün­dungs­hem­men­de und an­ti­vi­ra­le Ak­ti­vi­tä­ten zeigt. Ta­xi­fo­lin hemmt die Pro­duk­ti­on von Lipopolysaccharid‐induziertem Pro­sta­glan­din E und Fus­tin un­ter­drückt die Ak­ti­vi­tät von Ace­tyl­cho­li­nes­terase. Sie alle ge­hö­ren zu Fla­va­non, ei­ner Klas­se von Fla­vo­noi­den mit ei­ner C6C3C6‐Struktur. Da über die An­ti­krebs­ak­ti­vi­tä­ten von Fla­va­non­de­ri­va­ten sel­ten be­rich­tet wur­de, un­ter­such­ten wir die Wir­kun­gen von 26 Fla­va­non­de­ri­va­ten auf HCT116 Darm­krebs­zel­len. Un­se­re Er­geb­nis­se le­gen nahe, dass Fla­va­non­de­ri­va­te die Ex­pres­si­on von Zell­zy­klus­re­gu­la­ti­ons­pro­te­inen kon­trol­lie­ren, wel­che die G1‐Zellzyklusprogression blo­ckie­ren und die Tei­lungs­fä­hig­keit von HCT116‐Zellen hem­men. Um Fla­va­non­de­ri­va­te zu ent­wi­ckeln, die eine bes­se­re An­ti­krebs­ak­ti­vi­tät zei­gen, wur­den Struktur‐Aktivitäts‐Beziehungen un­ter­sucht.

Au­toren: Woo Y1, Shin SY, Hyun J, Lee SD, Lee YH, Lim Y. (Int J Mol Med. 2012 Mar;29(3):403–8.)

  • Di­vi­si­on of Bio­sci­ence and Bio­tech­no­lo­gy, BMIC, Kon­kuk Uni­ver­si­ty, Mo­leN­Bio, Seo­ul 143–701, Re­pu­blic of Ko­rea.

Quel­le => »Fla­va­no­nes in­hi­bit the clono­ge­ni­ci­ty of HCT116 co­lolec­tal can­cer cells.«

Stu­die 6 (Mu­ta­ge­ni­tät von Quer­ce­tin):
»Ver­glei­chen­de mu­ta­ge­ne Wir­kun­gen von struk­tu­rell ähn­li­chen Fla­vo­noi­den Quer­ce­tin und Ta­xi­fo­lin auf Test­stäm­me Sal­mo­nel­la ty­phi­mu­ri­um TA102 und Esche­ri­chia coli WP‐2 uvrA.«

Zu­sam­men­fas­sung

Quer­ce­tin (QT) und Ta­xi­fo­lin (TF) sind struk­tu­rell ähn­li­che Pflan­zen­po­ly­phe­no­le. Es wur­de be­rich­tet, dass bei­de ein the­ra­peu­ti­sches Po­ten­zi­al als An­ti­krebs­mit­tel und An­ti­oxi­dan­ti­en ha­ben. Die mu­ta­ge­nen Wir­kun­gen von QT und TF wur­den un­ter Ver­wen­dung von Sal­mo­nel­la ty­phi­mu­ri­um TA102 und Esche­ri­chia coli WP‐2 uvrA Test­stäm­men be­wer­tet. In Ge­gen­wart oder Ab­we­sen­heit von S9‐Mix war QT mu­ta­gen zu TA102 und WP2 uvrA. Die Mu­ta­ge­ni­tät von QT wur­de je­doch in Ge­gen­wart von S9‐Mix si­gni­fi­kant er­höht. In Ge­gen­wart von Ei­sen (Fe2 +) – und NADPH‐erzeugendem Sys­tem (NGS) und Ab­we­sen­heit von S9‐Mix in­du­zier­te QT eben­falls si­gni­fi­kant hohe Mu­ta­tio­nen so­wohl in TA102 als auch in WP‐2‐uvrA. Die Mu­ta­ge­ni­tät von QT nahm in bei­den Stäm­men in Ge­gen­wart von Ei­sen (Fe2 +) oder NGS al­lei­ne ab. Ta­xi­fo­lin war in Ge­gen­wart oder Ab­we­sen­heit von S9‐Mix in TA102 und WP‐2 uvrA2 nicht mu­ta­gen, un­ge­ach­tet der An­we­sen­heit von Ei­sen oder NGS. Der Ein­bau von An­ti­oxi­dan­ti­en (As­cor­bat, Su­per­oxid­dis­muta­se (SOD), Ka­ta­la­se (CAT)) und / oder Ei­sen­chela­to­ren (Des­fer­ro­xamin (DF) und Ethy­len­dia­min­te­tra­ace­tat (EDTA)) in den Test­sys­te­men ver­rin­ger­te QT‐induzierte Mu­ta­tio­nen in bei­den Test­stäm­men merk­lich. Die­se Er­geb­nis­se le­gen nahe, dass Quer­ce­tin, aber nicht Ta­xi­fo­lin, Mu­ta­tio­nen in Ge­gen­wart oder Ab­we­sen­heit von Rat­ten­le­ber S9 oder Ei­sen (Fe2 +) und NGS in bei­den Test­stäm­men durch Re­do­xzy­klen und Fen­ton­re­ak­tio­nen in­du­zie­ren könn­te, um freie Sauer­stoff­ra­di­ka­le zu er­zeu­gen.

Un­se­re Er­geb­nis­se zei­gen, dass eine ge­ring­fü­gi­ge struk­tu­rel­le Va­ria­ti­on zwi­schen den zwei Pflan­zen­po­ly­phe­n­o­len ei­nen deut­li­chen Un­ter­schied in ih­ren Ge­no­to­xi­zi­tä­ten her­vor­ru­fen kann. Die­se Er­geb­nis­se lie­fern eine Grund­la­ge für wei­te­re Stu­di­en über den mög­li­chen Ein­satz von QT in Kom­bi­na­ti­on mit Ei­sen­prä­pa­ra­ten.

Au­toren: Ma­ke­na PS, Pier­ce SC, Chung KT, Sin­c­lair SE. (En­vi­ron Mol Mu­ta­gen. 2009 Jul;50(6):451–9.)

  • De­part­ment of Bio­lo­gy, The Uni­ver­si­ty of Mem­phis, Mem­phis, TN‐38163, USA.

Quel­le => »Com­pa­ra­ti­ve mu­ta­ge­nic ef­fec­ts of struc­tu­ral­ly si­mi­lar fla­vo­noids quer­ce­tin and ta­xi­fo­lin on tes­ter strains Sal­mo­nel­la ty­phi­mu­ri­um TA102 and Esche­ri­chia coli WP‐2 uvrA.«

Stu­die 7 (Ara­bi­no­ga­lac­tan: An­ti­krebs­ak­ti­vi­tät von Papaya‐Pektin):
»Rei­fungs­in­du­zier­te che­mi­sche Mo­di­fi­ka­tio­nen von Papaya‐Pektin hem­men die Pro­li­fe­ra­ti­on von Krebs­zel­len.«

Zu­sam­men­fas­sung

Pa­pa­ya (Ca­ri­ca pa­pa­ya L.) ist eine flei­schi­ge Frucht mit ei­ner schnel­len Frucht­flei­scher­wei­chung wäh­rend der Rei­fung. Rei­fungs­vor­gän­ge wer­den be­glei­tet von ei­ner all­mäh­li­chen De­po­ly­me­ri­sa­ti­on von Pek­tin­po­lys­ac­chari­den, ein­schließ­lich Ho­mog­a­lac­turona­nen, Rham­no­ga­lac­turona­nen, Ara­bi­no­ga­lac­ta­nen und ih­ren mo­di­fi­zier­ten For­men. Wäh­rend der Zwi­schen­pha­sen der Papaya‐Reifung hat­te die par­ti­el­le De­po­ly­me­ri­sa­ti­on von Pek­tin auf eine klei­ne Grö­ße mit ver­rin­ger­ter Ver­zwei­gung die Pektin‐Antikrebseigenschaften er­höht. Die­se Ei­gen­schaf­ten gin­gen mit fort­ge­setz­ter Zer­set­zung in spä­te­ren Rei­fungs­pha­sen ver­lo­ren. Pek­tin, das aus den Zwi­schen­stu­fen der Papaya‐Reifung ex­tra­hiert wur­de, ver­rin­ger­te die Zell­le­bens­fä­hig­keit, in­du­zier­te Ne­krop­to­se und ver­zö­ger­te das Schlie­ßen der Kul­tur­wun­de in drei Ar­ten von im­mor­ta­li­sier­ten Krebs­zell­li­ni­en merk­lich. Die mög­li­che Er­klä­rung für die­se Be­ob­ach­tun­gen ist, dass Papaya‐Pektine, die am drit­ten Tag nach der Ern­te ex­tra­hiert wur­den, die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Krebs­zel­len und den ex­tra­zel­lu­lä­ren Ma­trix­pro­te­inen ge­stört ha­ben, die Zell­ab­lö­sung ver­stär­ken und die Apo­pto­se / Ne­krop­to­se för­dern. Die An­ti­krebs­ak­ti­vi­tät von Papaya‐Pektin hängt von der An­we­sen­heit und der Ver­zwei­gung der Ara­bi­no­ga­lac­tan Typ II (AGII) -Struk­tur ab.

Dies sind ers­te Be­rich­te über AGII in Papaya‐Fruchtfleisch und die ers­ten Be­rich­te über eine in vi­tro bio­lo­gi­sche Ak­ti­vi­tät von Papaya‐Pektinen, die durch na­tür­li­che Wir­kung von rei­fungs­in­du­zier­ten pek­tin­oly­ti­schen En­zy­men mo­di­fi­ziert wur­den. Die Iden­ti­fi­zie­rung der spe­zi­fi­schen Pektin­ver­zwei­gungs­struk­tu­ren stellt ei­nen bio­lo­gi­schen Weg zur Ver­stär­kung der An­ti­krebs­ei­gen­schaf­ten in Pa­pa­ya und an­de­ren kli­mak­te­ri­schen (nach der Ern­te nach­rei­fen­den) Früch­ten  dar.

Au­toren: Pra­do SBRD, Fer­rei­ra GF, Ha­ra­zo­no Y, Shi­ga TM, Raz A, Car­pi­ta NC, Fabi JP (Sci­en­ti­fic Re­ports 7, Ar­ti­cle num­ber: 16564 2017)

  • De­part­ment of Food Sci­ence and Ex­pe­ri­men­tal Nut­ri­ti­on, School of Phar­maceu­ti­cal Sci­en­ces, Uni­ver­si­ty of São Pau­lo, São Pau­lo, SP, Bra­zil

Quel­le => »Ripening‐induced che­mi­cal mo­di­fi­ca­ti­ons of pa­pa­ya pec­tin in­hi­bit can­cer cell pro­li­fe­ra­ti­on.«

Stu­die 8 (Ara­bi­no­ga­lac­tan und Cur­cu­min bei Brust­krebs):
»Die Kom­bi­na­ti­on von Ara­bi­no­ga­lac­tan und Cur­cu­min in­du­ziert Apo­pto­se in Brust­krebs­zel­len in vi­tro und hemmt das Tu­mor­wachs­tum durch Über­ex­pres­si­on des p53‐Spiegels in vivo.«

Zu­sam­men­fas­sung

ZWECK:

Er­höh­te Sterb­lich­keit bei Frau­en mit Brust­krebs hat die Stu­di­en zur Ent­wick­lung neu­er Me­di­ka­men­te an­ge­spornt. Ara­bi­no­ga­lac­tan (AG) und Cur­cu­min (Cur) sind zwei in der Krebs­the­ra­pie weit ver­brei­te­te Na­tur­stof­fe. Un­ser Haupt­ziel in der ak­tu­el­len Stu­die war es, die An­ti­krebs­ei­gen­schaf­ten der Kom­bi­na­ti­on die­ser Re­agen­zi­en in vi­tro an mensch­li­chen Brust­krebs­zel­len und in vivo un­ter Ver­wen­dung des Tier­mo­dells von Brust­krebs zu be­wer­ten.

VERSUCHSAUFBAU:

Wir un­ter­such­ten Zell­pro­li­fe­ra­ti­on, Apo­pto­se, Zell­zy­klus und Pro­te­in­ex­pres­si­on in vi­tro an MDAMB‐231 mensch­li­chen Brust­krebs­zel­len. Für In‐vivo‐Studien wur­den Maus‐Brustkrebszellen in BALB / c‐Mäuse im­plan­tiert. Da­nach wur­de das Vo­lu­men des sich ent­wi­ckeln­den Tu­mors be­rech­net und die Ex­pres­si­on von Ki67‐ und p53‐Proteinen wur­de aus­ge­wer­tet, um Zell­pro­li­fe­ra­ti­on und Apo­pto­se zu ana­ly­sie­ren.

ERGEBNISSE:

Die Kom­bi­na­ti­on von Ara­bi­no­ga­lac­tan und Cur­cu­min re­du­zier­te si­gni­fi­kant das Zell­wachs­tum in mensch­li­chen Brust­krebs­zel­len ohne si­gni­fi­kan­te Aus­wir­kun­gen auf das nor­ma­le Zell­wachs­tum. Die­se Kom­bi­na­ti­on war in der Lage, die Zell­po­pu­la­ti­on in der Sub‐G1‐Phase zu er­hö­hen, was auf Apo­pto­se (Zell­tod) hin­deu­te­te. Das Western‐Blot‐Verfahren er­höh­te si­gni­fi­kant das Bax / Bcl2‐Verhältnis so­wie das Ni­veau der ge­spal­te­nen Caspase3 in MDAMB‐231‐Zellen. Die Kom­bi­na­ti­on von Ara­bi­no­ga­lac­tan und Cur­cu­min för­der­te die Apo­pto­se durch Er­hö­hung des ROS‐Spiegels, Ver­än­de­rung der mi­to­chon­dria­len Mem­bran und Re­duk­ti­on von Glutathion. Dar­über hin­aus könn­ten In‐vivo‐Studien in die­ser Kom­bi­na­ti­on das Fort­schrei­ten der Brustkrebs‐Expression von p53 und die Re­duk­ti­on der Ki67‐Spiegel hem­men.

 

FAZIT:

Un­ser Be­fund legt nahe, dass die Kom­bi­na­ti­on von Ara­bi­no­ga­lac­tan und Cur­cu­min ein gro­ßes Po­ten­ti­al hat, Apo­pto­se in Brust­krebs­zel­len in vi­tro und in vivo zu in­du­zie­ren.

Au­toren: 

Mo­ght­ade­ri H, Se­pehri H, Atta­ri F. (Bio­me­di­ci­ne & Phar­ma­co­the­ra­py Vo­lu­me 88, April 2017, Pa­ges 582–594)

  • De­part­ment of Ani­mal Bio­lo­gy, School of Bio­lo­gy, Col­le­ge of Sci­ence, Uni­ver­si­ty of Tehr­an, Iran.

Quel­le => »Com­bi­na­ti­on of ara­bi­no­ga­lac­tan and cur­cu­min in­du­ces apo­pto­sis in bre­ast can­cer cells in vi­tro and in­hi­bits tu­mor growth via over­ex­pres­si­on of p53 le­vel in vivo.«

Stu­die 9 (Ara­bi­no­ga­lac­tan und Na­tür­li­che Kil­ler­zel­len):
»Die durch na­tür­li­che Kil­ler­zel­len ver­mit­tel­te Zy­to­to­xi­zi­tät wird durch ein Ara­bi­no­ga­lac­tan vom Typ II aus Anoec­to­chi­lus for­mo­sa­nus er­höht.«

Zu­sam­men­fas­sung

Die­se Stu­die un­ter­such­te die Ef­fek­te ei­nes Ara­bi­no­ga­lac­tans vom Typ II aus Anoec­to­chi­lus for­mo­sa­nus (AGAF) auf die durch na­tür­li­che Kil­ler­zel­len (NK) ver­mit­tel­te Zy­to­to­xi­zi­tät und die mög­li­chen zu­grun­de lie­gen­den Me­cha­nis­men. Die­se Stu­die zeig­te, dass eine an­hal­ten­de AGAF‐Exposition die zell­ver­mit­tel­te NK92MI‐Zytotoxizität in ei­ner zeit‐ und kon­zen­tra­ti­ons­ab­hän­gi­gen Wei­se er­höh­te, wie durch den zel­lu­lä­ren Aus­tritt von Milchsäure‐Dehydrogenase aus K562‐Leukämiezellen cha­rak­te­ri­siert. Au­ßer­dem ha­ben An­ti­kör­per­neu­tra­li­sa­ti­ons­stu­di­en ge­zeigt, dass In­ter­fe­ron (IFN) -γ, je­doch nicht Per­fo­rin oder Tumornekrosefaktor‐α, die von NK92MINK‐Zellen frei­ge­setzt wer­den, für die Ver­stär­kung der Zy­to­to­xi­zi­tät durch eine au­to­kri­ne Schlei­fe ent­schei­dend ist.

In die­ser Stu­die wur­de fer­ner de­mons­triert, dass AGAF die IFN‐γ‐Expression in­du­ziert, wo­durch die An­fäl­lig­keit für NK92MI‐Zell‐vermittelte Zy­to­to­xi­zi­tät durch den Toll‐like‐Rezeptor (TLR) -2, TLR4, ex­tra­zel­lu­lä­re Signal‐regulierte Ki­na­se, p38‐Mitogen‐aktiviert er­höht wird Pro­te­in­ki­na­se und Zell­kern Faktor‐kB‐Pfade. Eine phar­ma­ko­lo­gi­sche Stu­die zeig­te, dass Ja­nus­ki­na­se 2 / Si­gnal­wand­ler und Ak­ti­va­to­ren der Si­gnal­trans­du­cer und der Tran­skrip­ti­on 3 Si­gnal­trans­duk­ti­on in IFN‐γ‐induzierte NK‐Zell‐vermittelte Zy­to­to­xi­zi­tät be­tei­ligt sind.

Au­toren: 

Yang LC, Lai CY, Lin WC
(Car­bo­hy­dra­te Po­ly­mers Vo­lu­me 155, 2 Ja­nu­a­ry 2017, Pa­ges 466–474)

  • Col­le­ge of Bio­phar­maceu­ti­cal and Food Sci­en­ces, De­part­ment of Cos­me­ceu­tics, Chi­na Me­di­cal Uni­ver­si­ty, Tai­chung, Tai­wan, ROC.

Quel­le => »Na­tu­ral kil­ler cell‐mediated cy­to­to­xi­ci­ty is in­crea­sed by a type II ara­bi­no­ga­lac­tan from Anoec­to­chi­lus for­mo­sa­nus.«

Stu­die 10 (Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan und Er­käl­tungs­in­fek­tio­nen):
»Er­höht Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan die Im­munfunk­ti­on? Eine Über­sicht über me­cha­nis­ti­sche und kli­ni­sche Stu­di­en.«

Zu­sam­men­fas­sung

Er­käl­tung ist eine Vi­rus­in­fek­ti­on mit er­heb­li­chen wirt­schaft­li­chen Be­las­tun­gen in west­li­chen Län­dern. Die For­schung und Ent­wick­lung an Er­näh­rungs­lö­sun­gen steht heu­te im Mit­tel­punkt des In­ter­es­ses, um die Häu­fig­keit und Schwe­re von Er­käl­tun­gen zu re­du­zie­ren, Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan scheint ein viel­ver­spre­chen­des, un­ter­stüt­zen­des Mit­tel zu sein.

Ara­bi­no­ga­lac­tan wird seit Tau­sen­den von Jah­ren von Men­schen kon­su­miert und kommt in ei­ner Viel­zahl von Ge­mü­sen so­wie in Heil­kräu­tern vor. Die haupt­säch­li­chen kom­mer­zi­el­len Quel­len die­ses lan­gen, dicht ver­zweig­ten, hoch­mo­le­ku­la­ren Po­lys­ac­charids sind nord­ame­ri­ka­ni­sche Lär­chen. Das Ziel die­ses Ar­ti­kels ist es, die im­mun­mo­du­la­to­ri­schen Ef­fek­te von Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan aus La­rix la­ri­ci­na und La­rix oc­ci­den­ta­lis (nord­ame­ri­ka­ni­sche Larix‐Arten) und ins­be­son­de­re sei­ne Rol­le bei der Re­sis­tenz ge­gen Er­käl­tungs­in­fek­tio­nen zu un­ter­su­chen.

In Zell‐ und Tier­mo­del­len ist Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan in der Lage, na­tür­li­che Kil­ler­zel­len und Ma­kro­pha­gen so­wie die Se­kre­ti­on pro­in­flamma­to­ri­scher Zy­to­ki­ne zu ver­stär­ken. Beim Men­schen zeig­te eine kli­ni­sche Stu­die, dass Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan das Po­ten­zi­al des Kör­pers zur Ab­wehr von Er­käl­tungs­in­fek­tio­nen er­höh­te. Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan ver­rin­ger­te die Häu­fig­keit von Er­käl­tungs­epi­so­den um 23%. Von Ver­bes­se­run­gen der Serum‐Antigen‐spezifischen IgG‐ und IgE‐Antwort auf Strep­to­coc­cus pneu­mo­niae und Tetanus‐Impfung, die ei­nen B‐Zell‐abhängigen Me­cha­nis­mus na­he­le­gen, wur­den in Impf­stu­di­en mit Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan be­rich­tet, wäh­rend das Feh­len ei­ner Re­ak­ti­on nach Influenza‐Impfung auf die Be­tei­li­gung ei­nes T‐Zell‐abhängigen Me­cha­nis­mus hin­deu­tet. Die­se Be­ob­ach­tun­gen deu­ten auf eine Rol­le von Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan bei der Ver­bes­se­rung von Er­käl­tungs­in­fek­tio­nen hin, ob­wohl die Wir­kungs­wei­se noch wei­ter un­ter­sucht wer­den muss. Ver­schie­de­ne Hy­po­the­sen kön­nen in Be­tracht ge­zo­gen wer­den, da Lär­chen­ara­bi­no­ga­lac­tan mög­li­cher­wei­se in­di­rekt über ab­hän­gi­ge Me­cha­nis­men des Mi­kro­bi­oms wir­ken kann und/oder über das dar­m­as­so­zi­ier­te lympha­ti­sche Ge­we­be (GALT) eine di­rek­te Wir­kung auf das Im­mun­sys­tem hat.

Au­toren: 

Dion C, Chap­puis E, Ri­poll C. (Nut­ri­ti­on & Me­ta­bo­lism – Lon­don. 2016; 13: 28.)

  • Na­tu­ral­pha SAS, Parc Eu­ra­san­té, 885 ave­nue Eu­gè­ne Avi­née, 59120 Loos, Fran­ce.

Quel­le => »Does larch ara­bi­no­ga­lac­tan en­han­ce im­mu­ne func­tion? A re­view of me­cha­nistic and cli­ni­cal tri­als.«

Stu­die 11 (Ta­xi­fo­lin und Kno­chen­krebs):
»Pflan­zen­fla­vo­noid Ta­xi­fo­lin hemmt das Wachs­tum, die Mi­gra­ti­on und die In­va­si­on von mensch­li­chen Os­teo­sar­kom­zel­len (Kno­chen­krebs).«

Zu­sam­men­fas­sung

Das Ziel der vor­lie­gen­den Stu­die war es, die An­ti­krebs­ef­fek­te des na­tür­li­chen Pflan­zen­fla­vo­noids, Ta­xi­fo­lin, auf mensch­li­che Osteosarkom‐Krebszellen zu un­ter­su­chen. Es wur­de ge­zeigt, dass Ta­xi­fo­lin An­ti­krebs­wir­kun­gen auf U2OS‐ und Saos‐2‐Osteosarkom‐Zelllinien zeigt. Die Be­hand­lung von Zel­len mit Ta­xi­fo­lin hemm­te die Pro­li­fe­ra­ti­on und ver­rin­ger­te die Ko­lo­nie­bil­dung in Weicha­gar in ei­ner do­sis­ab­hän­gi­gen Wei­se. In vivo hemm­te die in­tra­pe­ri­to­nea­le Ver­ab­rei­chung von Ta­xi­fo­lin in Nackt­mäu­sen, die U2OS‐Xenograft‐Tumore tru­gen, das Tu­mor­wachs­tum si­gni­fi­kant.

Zu­sätz­lich wur­de ge­zeigt, dass die Taxifolin‐Behandlung den G1‐Zellzyklusarrest und die Zell­apo­pto­se in U2OS‐ und Saos‐2‐Zelllinien för­dert, wie durch Durch­fluss­zy­to­me­trie­ana­ly­se ge­zeigt wur­de. Die Western‐Blot‐Analyse zeig­te, dass die Taxifolin‐Behandlung mit ei­ner Ver­rin­ge­rung der Ex­pres­si­ons­men­gen von AKT Se­rin / Threo­nin Ki­na­se 1 (AKT), phos­pho­ry­lier­tem (p‐Ser473) AKT, v‐myc Vo­gel Mye­lo­cy­to­ma­to­se Vi­rus On­ko­gen Ho­mo­log (c‐myc) und S ver­bun­den war -Phasenkinase‐assoziiertes Pro­te­in 2 (SKP‐2) in U2OS‐ und Saos‐2‐Zellinien. Eine Über­ex­pres­si­on von AKT kehr­te die durch Ta­xi­fo­lin in­du­zier­te Ab­nah­me der AKT‐, c‐myc‐ und SKP‐2‐Proteinexpression und die Ab­nah­me der AKT‐Phosphorylierung be­trächt­lich um, was dar­auf hin­deu­tet, dass die In­ak­ti­vie­rung von AKT ein Me­dia­tor der Taxifolin‐induzierten Hem­mung von c‐myc und SKP‐2 war . Dar­über hin­aus kehr­te die Über­ex­pres­si­on von SKP‐2 in U2OS‐Zellen die durch Ta­xi­fo­lin ver­mit­tel­te Wachs­tums­in­hi­bi­ti­on teil­wei­se um. Schließ­lich un­ter­drück­te die Taxifolin‐Behandlung die Zell­mi­gra­ti­on und -in­va­si­on in U2OS‐Zellen und die­ser Ef­fekt wur­de durch SKP‐2‐Überexpression deut­lich um­ge­kehrt.

Die Er­geb­nis­se der vor­lie­gen­den Stu­die zei­gen, dass Ta­xi­fo­lin ein po­ten­ti­el­les neu­es the­ra­peu­ti­sches Mit­tel für die Os­teo­sar­kom­be­hand­lung dar­stel­len kann.

Au­toren: Chen X, Gu N, Xue C, Li BR. (Mole­cu­lar Me­di­ci­ne Re­ports, 2018 Feb;17(2):3239–3245.)

  • De­part­ment of Or­tho­pe­dics, Hanz­hong Cent­re Hos­pi­tal, Hanz­hong, Shaanxi 723000, P.R. Chi­na.

Quel­le => »Plant fla­vo­noid ta­xi­fo­lin in­hi­bits the growth, mi­gra­ti­on and in­va­si­on of hu­man os­teo­sar­co­ma cells.«

Stu­die 12 (Ta­xi­fo­lin und Amy­lo­id­o­se):
»Hem­mung der HEWL*-Fibrillenbildung durch Ta­xi­fo­lin: Wirk­me­cha­nis­mus.).«

Zu­sam­men­fas­sung

Un­ter den the­ra­peu­ti­schen An­sät­zen für Amyloid‐bezogene Krank­hei­ten hat sich die Auf­merk­sam­keit in letz­ter Zeit auf die Ver­wen­dung von na­tür­li­chen Pro­duk­ten als wirk­sa­me An­ti­ag­gre­ga­ti­ons­ver­bin­dun­gen kon­zen­triert. Ob­wohl eine Fül­le von In‐vitro‐ und In‐vivo‐Befunden auf eine ge­mein­sa­me Hemm­ak­ti­vi­tät die­ser Ver­bin­dun­gen hin­weist, schla­gen sie im All­ge­mei­nen nicht den glei­chen Wir­kungs­me­cha­nis­mus vor.

Hier zei­gen wir, dass Ta­xi­fo­lin, ein all­ge­gen­wär­ti­ger bio­ak­ti­ver Be­stand­teil von Nah­rungs­mit­teln und Kräu­tern, die Bil­dung von HEWL Amy­lo­id­fi­bril­len und ihre da­mit ver­bun­de­ne To­xi­zi­tät hemmt, in­dem es die Bil­dung von sehr gro­ßen ku­ge­li­gen, ket­ten­ar­ti­gen Ag­gre­ga­ten ver­ur­sacht. Eine Rei­he von Amyloid‐spezifischen Tech­ni­ken wur­de ver­wen­det, um die­sen Pro­zess zu cha­rak­te­ri­sie­ren. Wir fan­den her­aus, dass Ta­xi­fo­lin sei­ne Wir­kung aus­übt, in­dem es an präf­li­brilä­re HEWL‐Spezies bin­det, an­statt das Mo­le­kül in sei­nem na­ti­ven Zu­stand zu sta­bi­li­sie­ren. Dar­über hin­aus führt sei­ne Bin­dung dazu, dass der Amyloid‐Stoffwechselweg zur Bil­dung sehr gro­ßer ku­ge­li­ger, ket­ten­ar­ti­ger Ag­gre­ga­te mit ge­rin­gem Ge­halt an β‐Faltblattstrukturen und re­du­zier­ter lö­sungs­mit­tel­ex­po­nier­ter hy­dro­pho­ber Fle­cken führt. ThT‐Fluoreszenzmessungen zei­gen, dass die Bin­dungs­ka­pa­zi­tät von Ta­xi­fo­lin si­gni­fi­kant re­du­ziert ist, wenn am Ende der Wachs­tums­pha­se gro­ße pro­to­fi­brillä­re Ag­gre­ga­te ge­bil­det wer­den.

Wir glau­ben, dass die­se Er­geb­nis­se hel­fen könn­ten, viel­ver­spre­chen­de Hemm­stof­fe der Protein‐ Ag­gre­ga­ti­on für Amyloid‐bezogene Krank­hei­ten zu ent­wi­ckeln.

Er­läu­te­run­gen:

 „Amy­lo­id­fi­bril­len sind ab­nor­ma­le Struk­tur­zu­stän­de von prin­zi­pi­ell nor­ma­len, kör­per­ei­ge­nen Ei­wei­ßen. Statt je­doch in ihre nor­ma­le Form als na­ti­ves Pro­te­in zu fal­ten, ag­gre­gie­ren sie in fa­ser­ar­ti­ge Struk­tur von Amy­lo­id­fi­bril­len. Die Bil­dung von Amy­lo­id­fi­bril­len oder struk­tu­rell ähn­li­cher Po­ly­pep­ti­d­ag­gre­ga­te ist ein Cha­rak­te­ris­ti­kum meh­re­rer schwe­rer Krank­hei­ten, in­klu­si­ve Mor­bus Alz­hei­mer.“

Amyloid‐bezogene Krank­hei­ten

Amy­lo­id­fi­bril­len oder die Struk­tu­ren, die bei der Bil­dung von Amy­lo­id­fi­bril­len ent­ste­hen, wer­den für eine Rei­he von Krank­hei­ten ver­ant­wort­lich ge­macht, un­ter an­de­rem auch für die Alz­hei­mer­sche Krank­heit. Bei die­ser Krank­heit fin­det man Amy­lo­id­fi­bril­len ty­pi­scher­wei­se im Ge­hirn der be­trof­fe­nen Pa­ti­en­ten. Die Fi­bril­len der Alz­hei­mer­schen Krank­heit wer­den von dem so ge­nann­ten Aβ‐Peptid ge­bil­det, ei­nem Ab­bau­pro­dukt ei­nes nor­ma­len zel­lu­lä­ren Pro­te­ins. Dar­über hin­aus kom­men Amy­lo­id­fi­bril­len als zu­sätz­li­che Kom­pli­ka­ti­on in ei­ner Rei­he von wei­te­ren Krank­hei­ten vor, zum Bei­spiel bei Herz­vor­hof­flim­mern, Ar­te­rio­skle­ro­se und dem Typ II‐Diabetes mel­li­tus. Au­ßer­dem fin­det man sie im Zuge der „nor­ma­len Al­te­rung“ in je­dem Men­schen ab ei­nem be­stimm­ten Le­bens­jahr­zehnt.“

*HEWLHen Egg White Lyso­zy­me – Ly­s­o­zym aus Hüh­ner­ei­klar)


Au­toren: Mah­da­vi­mehr M, Me­rat­an AA, Gho­beh M, Gha­s­e­mi A, Sa­bou­ry AA, Nemat‐Gorgani M. (PLoS ONE, Pu­blic Li­bra­ry of Sci­ence, 2017; 12(11): e0187841.)

  • De­part­ment of Bio­lo­gi­cal Sci­en­ces, In­sti­tu­te for Ad­van­ced Stu­dies in Ba­sic Sci­en­ces (IASBS), Zan­jan, Iran

Quel­le => »In­hi­bi­ti­on of HEWL fi­bril for­ma­ti­on by ta­xi­fo­lin: Me­cha­nism of ac­tion.«

Quel­le der Er­läu­te­run­gen: Dr. ha­bil. Mar­cus Fänd­rich, »Pro­te­ine und Amy­lo­id­fi­bril­len – Dr. Je­kyll and Mr. Hyde« 

Stu­die 13 (Ta­xi­fo­lin und Le­ber­lei­den):
»Ca­te­chin, Quer­ce­tin und Ta­xi­fo­lin ver­bes­sern die Redox‐ und bio­che­mi­schen Un­gleich­ge­wich­te bei he­pa­to­zel­lu­lä­rer Dys­funk­ti­on: Re­le­vanz für die The­ra­pie der pes­ti­zid­in­du­zier­ten Le­ber­to­xi­zi­tät?«

Zu­sam­men­fas­sung

He­pa­to­to­xi­zi­tät tritt als Fol­ge der ne­ga­ti­ven Aus­wir­kun­gen ei­ni­ger Xe­no­bio­ti­ka auf die Le­ber auf, die oft das Ziel­ge­we­be der To­xi­zi­tät für Um­welt­che­mi­ka­li­en ist. Ro­te­non, das als na­tür­li­ches Pes­ti­zid ver­wen­det wird, ist ein Um­welt­gift, von dem be­rich­tet wird, dass es Or­gan­to­xi­zi­tät ver­ur­sacht. Die­se Stu­die un­ter­such­te die schüt­zen­de Wir­kung von drei Fla­vo­noi­den, Ca­te­chin, Quer­ce­tin und Ta­xi­fo­lin (2,3-Dihydroquercetin) in der Rotenon‐induzierten He­pa­to­to­xi­zi­tät. Männ­li­che Wistar Rat­ten wur­den 10 Tage lang Ro­te­non ver­ab­reicht, ge­folgt von ei­ner Nach­be­hand­lung mit Ka­te­chin (5, 10 und 20 mg/kg), Quer­ce­tin (5, 10 und 20 mg/kg) bzw. Ta­xi­fo­lin (0,25, 0,5 und 1 mg/kg) für 3 Tage. Bio­in­di­zes von oxi­da­ti­vem Stress und he­pa­to­zel­lu­lä­ren Ver­let­zun­gen wur­den in Se­rum und Ge­we­be­ho­mo­genat von Tie­ren ge­mes­sen. Ro­te­non­ver­gif­tung pro­du­zier­te Le­ber­schä­den bei Rat­ten, die sich in Ver­än­de­run­gen der Aktivitäten/Stufen von en­zy­ma­ti­schen und nicht‐enzymischen oxi­da­ti­ven Stress­mar­kern und En­zy­men, die mit Ent­zün­dun­gen ver­bun­den sind, so­wie der Tran­sami­na­sen, Gamma‐Glutamyltranspeptidase, Bi­li­ru­bin und Lak­tat­de­hy­dro­ge­na­se wi­der­spie­geln. Ca­te­chin, Quer­ce­tin und Ta­xi­fo­lin nach der Be­hand­lung mil­der­ten die­se (p 0,0001) Rotenon‐induzierten Un­gleich­ge­wich­te si­gni­fi­kant. Ver­gleichs­wei­se zeig­te Quer­ce­tin die bes­te schein­ba­re Ver­bes­se­rung der Ak­ti­vi­tät. Es zeig­te of­fen­bar über­le­ge­ne Ak­ti­vi­tät zum Ka­te­chin. Je­doch schien Ta­xi­fo­lin, ver­gleich­ba­re Ak­ti­vi­tät zum Quer­ce­tin und bes­se­re Ak­ti­vi­tät als Ka­te­chin in ei­ni­gen der Pro­ben zu zei­gen, ob­wohl es an den be­trächt­lich nied­ri­ge­ren Do­sen aus­ge­übt wur­de.

Die Er­geb­nis­se ge­ben Auf­schluss über die re­la­ti­ven Wirksamkeits‐ und Struktur‐Aktivitäts‐Beziehungen der aus­ge­wähl­ten Fla­vo­noi­de bei der Lin­de­rung von Le­ber­schä­den und zei­gen auch, dass zu­sätz­li­che struk­tu­rel­le und me­ta­bo­li­sche Fak­to­ren an den Struktur‐Aktivitäts‐Beziehungen von Fla­vo­noi­den be­tei­ligt sein kön­nen.

Au­toren

Akin­mo­la­dun AC, Ola­de­jo CO, Jo­siah SS, Fa­mu­si­wa CD, Ojo OB, Ola­leye MT
(In­ter­na­tio­nal So­cie­ty for Pa­tho­phy­sio­lo­gy 2018 Jul 9. pii: S0928-4680(18)30063–4.)

  • Phy­to­me­di­ci­ne, Bio­che­mi­cal Phar­ma­co­lo­gy and To­xi­co­lo­gy La­bo­ra­to­ries, De­part­ment of Bio­che­mi­stry, School of Sci­en­ces, The Fe­deral Uni­ver­si­ty of Tech­no­lo­gy, Aku­re, Ni­ge­ria.

Quel­le: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30017742

»Ca­te­chin, quer­ce­tin and ta­xi­fo­lin im­pro­ve re­dox and bio­che­mi­cal im­ba­lan­ces in rotenone‐induced he­pa­to­cel­lu­lar dys­func­tion: Re­le­van­ce for the­ra­py in pesticide‐induced li­ver to­xi­ci­ty?«

Stu­die 14 (Ta­xi­fo­lin bei al­ko­ho­li­scher Fett­le­ber):
»Ver­bes­se­rung der al­ko­ho­li­schen Le­ber­s­tea­to­se (Fett­le­ber) mit­tels Ta­xi­fo­lin (Di­hy­dro­quer­ce­tin) durch die Mo­du­la­ti­on der AMPK‐abhängigen Li­po­ge­ne­se durch P2X7RNLRP3‐Inflammasom‐Aktivierung.«

Zu­sam­men­fas­sung

Ta­xi­fo­lin ist das häu­figs­te Di­hy­dro­fla­von in Zwie­beln, Ma­ri­en­dis­tel und Dou­gla­si­en­rin­de. Wir un­ter­such­ten, ob Ta­xi­fo­lin die Li­pi­dak­ku­mu­la­ti­on bei al­ko­ho­li­scher Le­ber­s­tea­to­se in vivo und in vi­tro hem­men kann.
...

Die Da­ten zei­gen, dass Ta­xi­fo­lin die Fä­hig­keit zur Hem­mung der Fett­säu­re­syn­the­se und eine Le­ber schüt­zen­de Ka­pa­zi­tät auf­weist, was dar­auf hin­deu­tet, dass Ta­xi­fo­lin ein the­ra­peu­ti­sches Po­ten­zi­al zur Prä­ven­ti­on von al­ko­ho­li­scher Fett­le­ber hat.

Au­toren

Zhang Y, Jin Q, Li X, Jiang M, Cui BW, Xia KL, Wu YL, Lian LH, Nan JX
(Jour­nal of agri­cul­tu­ral and food che­mi­stry 2018 May 16;66(19):4862–4871.)

  • Key La­bo­ra­to­ry for Na­tu­ral Re­sour­ce of Chang­bai Moun­tain & Func­tio­n­al Mole­cu­les, Mi­nis­try of Edu­ca­ti­on, Col­le­ge of Phar­ma­cy , Yan­bi­an Uni­ver­si­ty , Yan­ji , Ji­lin Pro­vin­ce 133002 , Chi­na.

Quel­le: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29706079

»Ame­lio­ra­ti­on of Al­co­ho­lic Li­ver Stea­to­sis by Di­hy­dro­quer­ce­tin through the Mo­du­la­ti­on of AMPK‐Dependent Li­po­ge­ne­sis Me­dia­ted by P2X7RNLRP3‐Inflammasome Ac­tiva­ti­on.«

Wei­te­re Stu­di­en: US Na­tio­nal Li­bra­ry of Me­di­ci­ne / Na­tio­nal In­sti­tu­tes of Health