Wissen­schaft­li­cher Beirat Jens Mittel­bach

Jens Mittel­bach ist Heil­prak­ti­ker in Deutsch­land, Drs. med. (Univ. Shan­dong), Master of Medi­cine (Univ.Guangxi), Wissen­schaft­ler, Chine­si­scher Arzt für TCM in der VR China.

Jens MittelbachSeit vielen Jahren prak­ti­ziert er alter­na­tive Heil­me­tho­den und kann dabei auf sein fundier­tes Wissen zurück­grei­fen. Seine Tätig­keits­schwer­punkte sind sehr umfang­reich und reichen von der TCM über unter­schied­li­che Schmerz­the­ra­pien bis hin zur Behand­lung von Erschöp­fungs­krank­hei­ten.

Down­load Pdf:  Jens Mittel­bach, Heil­prak­ti­ker und wissen­schaft­li­cher Beirat über die posi­ti­ven Wirkun­gen sekun­dä­rer Pflan­zen­stoffe und einen Baum mit Zukunft, die Lärche – »ALTES WISSEN WIEDER ENTDECKEN«

Kurz­bio­gra­fie Jens Mittel­bach
  • Medi­zi­ni­sches Hoch­schul­stu­dium an der Nanning/Guangxi Elite­uni­ver­si­tät VR China,
  • Master­stu­dium zur Erlan­gung des akade­mi­schen Master­gra­des „Master of Medi­cine“,
  • Dokto­rats­stu­dium zum Dr. of Medi­cine an der staat­lich medi­zi­ni­schen Univer­si­tät Shan­dong Volks­re­pu­blik China,
  • Wissen­schaft­li­cher Mitar­bei­ter der medi­zi­ni­schen Univer­si­tät Shan­dong, VR China,
  • In 2015 Hono­rar­do­zent mit Lehr­auf­trag an der Hoch­schule Mitt­weida und an der F0RTIS-Akademie,
  • Neben seiner wissen­schaft­li­chen und prak­ti­schen Tätig­keit zum Wohl der Pati­en­ten setzt sich Doz. Drs. med. (Univ. Shan­dong) Jens Mittel­bach M. Med. Master of Medi­cine (Univ. Guan­gxi) als wissen­schaft­li­cher Beirat ein.
  • Er prak­ti­ziert im Natur­heil­zen­trum Döbeln – Zentrum für Tradi­tio­nelle Chine­si­sche Medi­zin (TCM) und alter­na­tive Natur­heil­ver­fah­ren  in  04720 Döbeln  in der  Bahn­hof­str. 11   | Tele­fon: (03431) 60 60 81.

 

Inter­view: Dr. Ralph Mücke

PD Dr. Ralph Mücke, 2011 Leiten­der Arzt und Strah­len­the­ra­peut am Klini­kum Lippe, heute Chef­arzt der Strah­len­the­ra­pie Rhein­Main­Nahe im Stand­ort Bad Kreuz­nach spricht über komple­men­täre Ansätze mit sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen bei der Krebs­prä­ven­tion und Nach­sorge. Er beleuch­tet hier Flavo­no­ide in Phar­ma­qua­li­tät und insbe­son­dere den Lärchen­ex­trakt Taxi­fo­lin.

Kurz­bio­gra­fie Dr. Ralph Mücke, Leiten­der Arzt und Strah­len­the­ra­peut
  • 2013 Habi­li­ta­tion – Klinik für Strah­len­the­ra­pie und Radioon­ko­lo­gie der Ruhr Univer­si­tät Bochum
  • Seit 1999 Fach­arzt für Strah­len­the­ra­pie
  • 2000–2003 Fach- und Ober­arzt in der Abtei­lung für Strah­len­the­ra­pie am Klini­kum Weiden
  • 2003–2009 Fach­arzt in der RNS-Gemeinschaftspraxis am St. Josefs Hospi­tal in Wies­ba­den
  • 2009–2016 Leiten­der Arzt der Klinik für Strah­len­the­ra­pie am Klini­kum Lippe GmbH
  • 2016 Gesell­schaf­ter der Strah­len­the­ra­pie Rhein­Main­Nahe mit Dr. med. Ute Metz­mann und Dr. med. Gabriele Loch­has

Aktu­elle Forschungs­er­geb­nisse

Studien, deutsch­spra­chige Zusam­men­fas­sun­gen
Studie 1 (Herz-Kreislauf):
»Kardio­vasku­läre Wirkun­gen von Flavo­no­iden werden nicht nur durch direkte anti­oxi­da­tive Akti­vi­tät verur­sacht.«

Zusam­men­fas­sung

Sowohl epide­mio­lo­gi­sche als auch die meis­ten In-vivo-Studien deuten darauf hin, dass Flavo­no­ide einen posi­ti­ven Einfluss auf verschie­dene kardio­vasku­läre Erkran­kun­gen haben. Tradi­tio­nell wurden diese Effekte nur ihrer anti­oxi­da­ti­ven Akti­vi­tät zuge­schrie­ben, die ausführ­lich unter­sucht wurde. Abge­se­hen von den direk­ten anti­oxi­da­ti­ven Eigen­schaf­ten, zu denen die Akti­vi­tät der reak­ti­ven Sauer­stoff­spe­zies und die vorüber­ge­hende Metall­che­la­tion gehö­ren, berich­tet diese Rezen­sion über viele andere Effekte, die in phar­ma­ko­lo­gisch erreich­ba­ren Konzen­tra­tio­nen auch für ihren posi­ti­ven kardio­vasku­lä­ren Einfluss verant­wort­lich sein können. Dazu gehö­ren die direkte Hemmung eini­ger radi­kal­bil­den­der Enzyme (Xant­hi­n­oxi­dase, NADPH-Oxidase und Lipo­xy­ge­na­sen), vermin­derte Plätt­chen­ag­gre­ga­tion und Leuko­zy­tenad­hä­sion sowie gefäß­er­wei­ternde Eigen­schaf­ten. Für jede der oben genann­ten Wirkun­gen sind verschie­dene struk­tu­relle Merk­male notwen­dig.

Kurz gesagt, ein Catechol-B-Ring für die Bindungs­ak­ti­vi­tät wird benö­tigt; Hydroxyl­grup­pen in einer ortho-Position, die 3-Hydroxy-4-Ketogruppe oder die 5-Hydroxy-4-Ketogruppe ermög­li­chen eine Eisen­che­la­tion; die ebene Anpas­sung mit der 4-Ketogruppe und der 2,3-Doppelbindung ist essen­ti­ell für die Hemmung der Leuko­zy­tenad­hä­sion und die Plätt­chen­ag­gre­ga­tion; die spezi­fi­sche Hydroxy-Methoxy Ortho-Anpassungen in Ring B ist für die Hemmung der NADPH-Oxidase notwen­dig; und die 4-Ketogruppe ist eine Voraus­set­zung für die gefäß­er­wei­ternde Wirkung.

Diese Über­prü­fung zeigt, dass posi­tive kardio­vasku­läre Effekte von Flavo­no­iden erreicht werden durch verschie­den­ar­tige Flavo­no­ide über die Inter­ak­tion mit unter­schied­li­chen Zielen.

Auto­ren: Přemysl Mladěnka, Libuše Zatlou­kal­ová, Tomáš Filipský, Radomír Hrdina

Depart­ment of Phar­ma­co­logy and Toxi­co­logy, Faculty of Phar­macy, Charles Univer­sity in Prague,
Heyrovs­keho 1203, 50005 Hradec Král­ové, Czech Repu­blic
(Free Radic Biol Med. 2010 Sep 15;49(6):963–75.)

Quelle => »Cardio­vascu­lar effects of flavo­no­ids are not caused only by direct anti­oxi­dant activity.«

Studie 2 (Krebs­er­kran­kun­gen):
»Wachs­tums­hem­mende und anti­oxi­da­tive Akti­vi­tät von neuen Dihydroquercetin-Derivaten«

Zusam­men­fas­sung

Die Wirkung von neun neuen Deri­va­ten von Dihy­dro­quer­ce­tin (Taxi­fo­lin) auf die Lebens­fä­hig­keit von gezüch­te­ten Normal- und Tumor­zel­len, ihre anti­oxi­da­tive Akti­vi­tät und die Verbin­dung der anti­oxi­da­ti­ven Akti­vi­tät mit der chemi­schen Struk­tur wurden unter­sucht. Unter diesen Dihydroquercetin-Derivaten zeig­ten KN-2KN-4KN-7 und KN-8-Verbindungen die maxi­male wachs­tums­hem­mende Akti­vi­tät im Ratten-Fibroblasten-Zellkulturen-Modell, während KN-7 und KN-8-Verbindungen eben­falls eine maxi­male Akti­vi­tät im Modell mit MCF-7-Tumorzellkultur (mensch­li­cher Brust­krebs) aufwie­sen. Die maxi­male allge­meine anti­oxi­da­tive Akti­vi­tät wurde für das native Dihy­dro­quer­ce­tin und die KN-8-Verbindung beob­ach­tet. Es besteht eine starke Korre­la­tion (mit einem Korre­la­ti­ons­ko­ef­fi­zi­en­ten von 0,93) zwischen den wachs­tums­hem­men­den Wirkun­gen von Dihydroquercetin-Derivaten auf Maus­haut­fibro­blas­ten und MCF-7-Zellen (mensch­li­cher Brust­krebs).

Auto­ren: Rogovs­kiĭ VS, Mati­us­hin AI, Shima­novs­kiĭ NL, Semeĭ­kin AV, Kukhar­eva TS, Koro­teev AM, Koro­teev MP, Nifant’ev EE.  

(Eksp Klin Farma­kol. 2010 Sep;73(9):39–42. Russian.)

Quelle => »Anti­pro­li­fe­ra­tive and anti­oxi­dant activity of new dihy­dro­quer­ce­tin deri­va­ti­ves.«

Studie 3 (Haut/Neurodermitis):
»Wirkung von Taxi­fo­lin Glyko­sid auf Neuro­der­mi­tis­ähn­li­che Haut­er­kran­kun­gen bei NC/Nga-Mäusen«

Zusam­men­fas­sung

Erhöhte Spie­gel von Eosi­no­phi­len, IgE, IL-4, 5 und 13 und proin­flamma­to­ri­schen Fakto­ren (COX-2, iNOS) werden bei Pati­en­ten mit atopi­scher Derma­ti­tis (AD – auch Neuro­der­mi­tis) beob­ach­tet. Taxi­fo­lin 3-O-beta-D-Glucopyranosid aus den Wurzeln von Rhodo­den­dron mucro­nu­la­tum (RM) wurde unter­sucht, um zu bestim­men, ob seine immun­mo­du­la­to­ri­sche Wirkung zur Behand­lung von Neuro­der­mi­tis anwend­bar war. Insge­samt wurden 7 Grup­pen von NC/Nga-Mäusen mit Neuro­der­mi­tis für 4 Wochen durch topi­sche (äußer­li­che) Anwen­dung oder intra­pe­ri­to­neale Injek­tion (unter das Bauch­fell gespritzt) von Taxi­fo­lin behan­delt. Die nach­fol­gen­den Auswer­tun­gen wurden durch­ge­führt, um die Verän­de­run­gen in den klini­schen Beob­ach­tun­gen, Eosi­no­phi­len­zah­len (Indi­ka­tor der Knochen­marks­pro­duk­tion bzw. des Bedarfs und Verbrauchs weißer Blut­kör­per­chen) und Konzen­tra­tio­nen von IgE, Zyto­ki­nen, COX-2 und iNOS zu bewer­ten.

In der klini­schen Beob­ach­tung, während der expe­ri­men­tel­len Peri­ode wurde durch Behand­lung mit Taxi­fo­lin der Schwe­re­grad der – durch Neuro­der­mi­tis indu­zier­ten – Schä­di­gun­gen bei NC/Nga-Mäusen signi­fi­kant redu­ziert. Eosi­no­phi­lie und IgE-Spiegel verrin­ger­ten sich nach Behand­lung der Tiere mit Taxi­fo­lin. Taxi­fo­lin kann daher mit einer Verbes­se­rung von mit Eosi­no­phi­len in Zusam­men­hang stehen­den aller­gi­schen Erkran­kun­gen in Verbin­dung gebracht werden. Die Ausschüt­tung von Zyto­ki­nen (IL-4, 5 und 13) wurde in der mit Taxi­fo­lin behan­del­ten Gruppe signi­fi­kant gehemmt, was nahe legt, dass Taxi­fo­lin eine immun­re­gu­la­to­ri­sche Rolle spie­len könnte, die mit Neuro­der­mi­tis asso­zi­iert ist.  …

Diese Befunde legen nahe, dass Taxi­fo­lin zur Behand­lung von Neuro­der­mi­tis wirk­sam ist, indem es die Produk­tion von inflamma­to­ri­schen Zyto­ki­nen (entzünd­li­chen Prote­inen) verhin­dert und Entzün­dun­gen der Haut redu­ziert.

Auto­ren: Ahn JY, Choi SE, Jeong MS, Park KH, Moon NJ, Joo SS, Lee CS, Choi YW, Li K, Lee MK, Lee MW, Seo SJ.

  • College of Medi­cine / College of Phar­macy, Chung-Ang Univer­sity, Seoul 156–756, South Korea
  • Rese­arch Insti­tute of Vete­ri­nary Medi­cine, Chungbuk Natio­nal Univer­sity, 361–763, South Korea
  • Phyto­ther Res. 2010 Jul;24(7):1071–7

Quelle => »Effect of taxi­fo­lin glyco­side on atopic dermatitis-like skin lesi­ons in NC/Nga mice.«

Studie 4 (Antibakteriell/MRSA):
»Anti­bak­te­ri­elle Syner­gie eines Flavanonol-Rhamnosids mit Anti­bio­tika gegen klinisch isolierte Methicillin-resistente Staphy­lo­coc­cus aureus (MRSA).«

Zusam­men­fas­sung

Die in vitro anti­bak­te­ri­elle Akti­vi­tät von Taxifolin-7-O-α-L-rhamnopyranosid (TR) und seine Syner­gie mit vier herkömm­li­chen Anti­bio­tika (Ampi­cil­lin (AMP), Levo­flo­xa­cin (LEV), Cefta­zi­dim (CAZ) und Azithro­my­cin (AZM)) gegen zehn klini­sche Isolate von Methicillin-resistenten Staphy­lo­coc­cus aureus (MRSA) wurden jeweils bewer­tet. Indi­vi­du­elle MICs und MBCs wurden durch Mikro­di­lu­ti­ons­me­tho­den gemäß den CLSI-Richtlinien bestimmt. Anti-MRSA-Synergieeffekte wurden unter Verwen­dung des Schachbrett- und Zeit-Abtötungs-Kurventests gemes­sen. Die MHK / MBC (μg / ml) -Berei­che betru­gen 32–64 / 64–128 für TR allein gegen­über allen 10 MRSA-Isolaten. Die Schach­brett­me­thode zeigte, dass signi­fi­kante Syner­gien für die TR / CAZ- und TR / LEV-Kombinationen mit FICI im Bereich von 0,187–0,375 bzw. 0,25–0,5 beob­ach­tet wurden. Einige Synergie- und Addi­ti­vi­täts­ef­fekte wurden auch für TR / AMP- und TR / AZM-Kombinationen beob­ach­tet. Im dyna­mi­schen Zeit-Abtötungs-Bestätigungstest wurden Syner­gie­er­geb­nisse durch die TR/CAZ-Kombination (2,186 log & sub1; & sub0; cfu / ml Erhö­hung der Abtö­tung) beibe­hal­ten, aber die TR/LEV-Kombination änderte sich in Addi­ti­vi­tät (1,839 log & sub1; & sub0; cfu / ml Erhö­hung der Abtö­tung).

Diese Ergeb­nisse zeig­ten, dass Taxi­fo­lin die Wirk­sam­keit der Anti­bio­tika der drit­ten Gene­ra­tion Cefta­zi­dim und Levo­flo­xa­cin in vitro verbes­serte, was Poten­zial für eine Kombi­na­ti­ons­the­ra­pie bei mit MRSA infi­zier­ten Pati­en­ten hätte.

Auto­ren: An J1, Zuo GY, Hao XY, Wang GC, Li ZS. (Phyto­me­di­cine. 2011 Aug 15;18(11):990–3.)

  • Rese­arch Center for Natu­ral Medi­ci­nes, Kunming Gene­ral Hospi­tal, PLA, 212 Da Guan Road, 650032 Kunming, China
  • School of Phar­macy, Guiyang Medi­cal Univer­sity, Guiyang 550004, Guiz­hou, China
  • Kunming Insti­tute of Viro­logy, PLA, China

Quelle => »Anti­bac­te­rial and synergy of a flava­no­nol rham­no­side with anti­bio­tics against clini­cal isola­tes of methicillin-resistant Staphy­lo­coc­cus aureus (MRSA).«

Studie 5 (Darm­krebs):
»Flava­none hemmen die Teilungs­fä­hig­keit von HCT116 Darm­krebs­zel­len.«

Zusam­men­fas­sung

Es wurde gezeigt, dass Narin­ge­nin verschie­dene biolo­gi­sche Wirkun­gen wie anti­oxi­da­tive, anti­kan­ze­ro­gene, entzün­dungs­hem­mende und anti­vi­rale Akti­vi­tä­ten zeigt. Taxi­fo­lin hemmt die Produk­tion von Lipopolysaccharid-induziertem Prosta­glan­din E und Fustin unter­drückt die Akti­vi­tät von Acetyl­cho­li­nes­terase. Sie alle gehö­ren zu Flava­non, einer Klasse von Flavo­no­iden mit einer C6-C3-C6-Struktur. Da über die Anti­krebs­ak­ti­vi­tä­ten von Flava­non­de­ri­va­ten selten berich­tet wurde, unter­such­ten wir die Wirkun­gen von 26 Flava­non­de­ri­va­ten auf HCT116 Darm­krebs­zel­len. Unsere Ergeb­nisse legen nahe, dass Flava­non­de­ri­vate die Expres­sion von Zell­zy­klus­re­gu­la­ti­ons­pro­te­inen kontrol­lie­ren, welche die G1-Zellzyklusprogression blockie­ren und die Teilungs­fä­hig­keit von HCT116-Zellen hemmen. Um Flava­non­de­ri­vate zu entwi­ckeln, die eine bessere Anti­krebs­ak­ti­vi­tät zeigen, wurden Struktur-Aktivitäts-Beziehungen unter­sucht.

Auto­ren: Woo Y1, Shin SY, Hyun J, Lee SD, Lee YH, Lim Y. (Int J Mol Med. 2012 Mar;29(3):403–8.)

  • Divi­sion of Biosci­ence and Biotech­no­logy, BMIC, Konkuk Univer­sity, MoleN­Bio, Seoul 143–701, Repu­blic of Korea.

Quelle => »Flava­no­nes inhi­bit the clono­ge­ni­city of HCT116 cololec­tal cancer cells.«

Studie 6 (Muta­ge­ni­tät von Quer­ce­tin):
»Verglei­chende muta­gene Wirkun­gen von struk­tu­rell ähnli­chen Flavo­no­iden Quer­ce­tin und Taxi­fo­lin auf Test­stämme Salmo­nella typhi­mu­rium TA102 und Esche­ri­chia coli WP-2 uvrA.«

Zusam­men­fas­sung

Quer­ce­tin (QT) und Taxi­fo­lin (TF) sind struk­tu­rell ähnli­che Pflan­zen­po­ly­phe­nole. Es wurde berich­tet, dass beide ein thera­peu­ti­sches Poten­zial als Anti­krebs­mit­tel und Anti­oxi­dan­tien haben. Die muta­ge­nen Wirkun­gen von QT und TF wurden unter Verwen­dung von Salmo­nella typhi­mu­rium TA102 und Esche­ri­chia coli WP-2 uvrA Test­stäm­men bewer­tet. In Gegen­wart oder Abwe­sen­heit von S9-Mix war QT muta­gen zu TA102 und WP2 uvrA. Die Muta­ge­ni­tät von QT wurde jedoch in Gegen­wart von S9-Mix signi­fi­kant erhöht. In Gegen­wart von Eisen (Fe2 +) – und NADPH-erzeugendem System (NGS) und Abwe­sen­heit von S9-Mix indu­zierte QT eben­falls signi­fi­kant hohe Muta­tio­nen sowohl in TA102 als auch in WP-2-uvrA. Die Muta­ge­ni­tät von QT nahm in beiden Stäm­men in Gegen­wart von Eisen (Fe2 +) oder NGS alleine ab. Taxi­fo­lin war in Gegen­wart oder Abwe­sen­heit von S9-Mix in TA102 und WP-2 uvrA2 nicht muta­gen, unge­ach­tet der Anwe­sen­heit von Eisen oder NGS. Der Einbau von Anti­oxi­dan­tien (Ascor­bat, Super­oxid­dis­mu­tase (SOD), Kata­lase (CAT)) und / oder Eisen­che­la­to­ren (Desfer­ro­xamin (DF) und Ethy­len­dia­min­te­tra­ace­tat (EDTA)) in den Test­sys­te­men verrin­gerte QT-induzierte Muta­tio­nen in beiden Test­stäm­men merk­lich. Diese Ergeb­nisse legen nahe, dass Quer­ce­tin, aber nicht Taxi­fo­lin, Muta­tio­nen in Gegen­wart oder Abwe­sen­heit von Ratten­le­ber S9 oder Eisen (Fe2 +) und NGS in beiden Test­stäm­men durch Redoxzy­klen und Fenton­re­ak­tio­nen indu­zie­ren könnte, um freie Sauer­stoff­ra­di­kale zu erzeu­gen.

Unsere Ergeb­nisse zeigen, dass eine gering­fü­gige struk­tu­relle Varia­tion zwischen den zwei Pflan­zen­po­ly­phe­n­o­len einen deut­li­chen Unter­schied in ihren Geno­to­xi­zi­tä­ten hervor­ru­fen kann. Diese Ergeb­nisse liefern eine Grund­lage für weitere Studien über den mögli­chen Einsatz von QT in Kombi­na­tion mit Eisen­prä­pa­ra­ten.

Auto­ren: Makena PS, Pierce SC, Chung KT, Sinc­lair SE. (Envi­ron Mol Muta­gen. 2009 Jul;50(6):451–9.)

  • Depart­ment of Biology, The Univer­sity of Memphis, Memphis, TN-38163, USA.

Quelle => »Compa­ra­tive muta­ge­nic effects of struc­tu­rally simi­lar flavo­no­ids quer­ce­tin and taxi­fo­lin on tester strains Salmo­nella typhi­mu­rium TA102 and Esche­ri­chia coli WP-2 uvrA.«

Weitere Studien 

US Natio­nal Library of Medi­cine / Natio­nal Insti­tu­tes of Health:   7.  8.  9.  10. 11. 12.